Schming und weg

Kein Plan? Kein Problem!

Langsam wird da eine echte Gewohnheit draus, den ekligen, düsteren, kalten Januar einfach nicht in Deutschland zu verbringen. Auch 2020 stand wieder eine längere Abwesenheit an, die zwar verglichen mit 2017 und 2019 deutlich kürzer ausfiel – aber ich kann ja auch nicht jedes Mal den Job kündigen. 

Aber von vorne – der Lieblingsmensch, seines Zeichens ein ernsthafter Winterflüchtling wollte entsprechend wieder sechs Monate fernab vom grauen, nassen Hamburg verbringen und entschied sich diesmal, im europäischen Einzugsgebiet zu bleiben. Beste Voraussetzungen, mich einfach erneut “dranzuhängen”. 

Abflug vom kalten Hamburg

Nach Studieren der europäischen Temperaturkarte fiel die Wahl zwangsläufig auf Gran Canaria, die Insel des “ewigen Frühlings”, wo ich ja schon zwei Aufenthalte mit meinen Eltern im ungefähr gleichen Zeitfenster gehabt hatte. Fazit darum: DAS KANN MAN SCHONMA MACHEN, NE?! 

Also: Vier Wochen Urlaub eingereicht und am 2. Januar ab im Flieger nach Las Palmas, wo wir für die ersten Tage ein schnuckeliges Apartment praktisch direkt am Las Canteras Strand über AirBnB gebucht hatten. Die Wohnung war wirklich klein (kleiner als die Hamburger Butze und wer die kennt, weiß Bescheid!), aber sehr hübsch eingerichtet und perfekt ausgestattet mit absolut allem, was man für ein paar Tage so braucht. Es gab sogar eine Waschmaschine, einen vernünftigen Föhn sowie eine brauchbare Grundausstattung mit Öl und Gewürzen. Die knapp 150 Meter zum Strand trugen erheblich zur Attraktivität bei, die direkten Nachbarn … weniger. Sagen wir mal so, wir hörten manchmal mehr, als unbedingt notwendig war. 

Thomas am Strand von Las Canteras
Abendstimmung

Der generelle Plan war einfach. Gab nämlich keinen. Auf der Insel sein, möglichst oft am Meer rumspazieren und sich die allgegenwärtige Sonne auf die Nase scheinen lassen. Der unglaublich laaaange Strand von Las Canteras war da ein perfekter Start und unser bevorzugter Aufenthaltsort in den ersten Tagen. Selbst wenn ich eigentlich nur im “Superdino” ein paar Dinge einkaufen wollte, landete ich wie von selbst im Sand, Gesicht Richtung Meeresrauschen und genoß einfach nur das Hier und Jetzt.

Thomas musste auch die eine oder andere Arbeitsschicht einlegen, sodass ich öfter mal ohne ihn unterwegs war. Nicht entgehen lassen wollte er sich aber die Parade am Tag vor dem Día de Los Reyes Magos. Es ist nämlich so, dass in Spanien und manchen Ländern in Lateinamerika der bedeutendste Weihnachtsfeiertag der 6. Januar ist, der Dreikönigstag, an dem auch die Kinder die Geschenke bekommen (so kommt man dann auch in den Genuss, noch am 4. Januar “Last Christmas” von der Soundanlage im Einkaufszentrum um Ohren gefeuert zu bekommen…). Und zwar von den Heiligen Drei Königen höchstpersönlich, und irgendwie macht das für mich auch so viel mehr Sinn als irgendein bärtiger, vollschlanker Mann, dessen Aussehen von Coca-Cola gesponsert wurde. Schließlich haben Kaspar, Melchior und Balthasar auch dem Jesuskind Geschenke mitgebracht, ne? 

Jedenfalls gibt es in Las Palmas traditionell eine große Parade am 05. Januar, wenn die 3 Könige mit dem Schiff ankommen und die Wunschzettel der Kinder einsammeln. Da haben wir uns neugierig mit an den wirklich sehr bevölkerten Straßenrand gestellt, ohne so ganz genau zu wissen, was da eigentlich auf uns zukommt. Nunja, eine Ansammlung sehr bunter Gestalten auf sehr bunten Wagen (von den lokalen Betrieben gesponsert), die karnevalumzugsmäßig zu teils nerviger spanischer Musik an uns vorbei zogen. Und Süßigkeiten in die Menge warfen, Kamelle und Kölle alaaf! 

Das war aber alles tatsächlich nur Vorgeplänkel für den eigentlichen Höhepunkt: die drei Hoheiten themselves, die jeweils mit eigenem Gefolge und Briefkasten (für die Wunschzettel) auf prächtigen Wagen daher kamen. Melchior in rot, Caspar in blau und Balthasar ganz in grün, gefolgt von mehreren Kamelen, die mit den Geschenken beladen waren. Das machte schon ordentlich was her und wurde entsprechend bejubelt.

Melchior
Kaspar

Dank des netten Kontakts mit unserer Gastgeberin, die sich um unsere Nachtruhe sorgte, zogen wir recht spontan noch vor Ablauf der gebuchten Zeit runter in den Süden, nach Tauro, das bei Puerto Rico liegt. Dank des wirklich sehr, sehr gut ausgebauten Busnetzes mit den “Guaguas” war das auch mit Gepäck gar kein Problem, wir wurden von Orsolina unheimlich herzlich begrüßt und sogar zu einem Nachmittagslunch eingeladen. Sie, Holländerin mit Schweizer Wurzeln, und ihr Mann, ein Canario, haben schon seit mehreren Jahren mehrere Wohnungen und Häuser auf den Kanaren, richten diese so an, dass es ihnen selbst gefällt und vermieten sie über AirBnb. Das Gartenhäuschen gehört zwar nicht zum eigentlichen Portfolio, aber wir fühlten uns auch dort gleich wohl und genossen die sonnenverwöhnte Terrasse. Mit dem felinen “Rentner” Oskar schloss ich sowieso sofort Freundschaft. 

Oskar und ich beim Kuscheln
Fellnasenalarm!

Überhaupt, Katzen – in den dreieinhalb Wochen Gran Canaria haben wir bestimmt an die 80 Katzen gesehen. Welche davon einen festen Futternapf hatten und welche echte Streuner waren, konnten wir nicht oft erkennen. Aber eine echte Katzeninsel! Weckte Erinnerungen an Koh Phi Phi bei mir, wo auch an jeder Ecke so eine Fellnase rumschlich. 

Wirklich viel wurde ansonsten in Tauro nicht geboten – es gab einen kleinen, angenehm untouristischen Strand, der aber praktisch nur unter “Lebensgefahr” erreicht werden konnte, da der einzige Fußweg vom Gartenhaus aus sehr nah am örtlichen Golfplatz vorbei führte (hier lernte ich von den entsprechenden Schildern das wichtige Wort “peligro”). Ein etwas abenteuerlicher, weil nicht befestigter Pfad neben der Küstenstraße bot einen tollen Blick auf das Meer bei unserem Marsch ins benachbarte Amadores (wohnt da überhaupt jemand? Hotels, soweit das Auge reicht), wo wir den Liegestühle-Sonnenschirm-Pulk elegant umschifften und uns stattdessen auf der Mole die Sonne auf den Bauch scheinen ließen. Bisschen zu viel sogar in meinem Fall, musste mich danach direkt eine Runde ins Bett packen und ruhig verhalten. 

Amadores

Der nächste Stopp auf der Gran Canaria-Rundreise war dann Arinaga, das ich vom Aufenthalt mit meinen Eltern 2016/2017 noch in sehr guter Erinnerung hatte. Das Apartment war jetzt nicht das Highlight der Reise (aber wiederum gab es alles, was wir so brauchten), lag aber erneut sehr nah an der Strandpromenade mit perfekter Sonnenuntergangssicht. Ich weiß auch nicht, aber ich habe diesen Ort irgendwie in mein Herz geschlossen, weil er so einen rauen Charme hat und eben nicht Bettenburg an Bettenburg bietet. Thomas hatte vorab einen ganz guten Deal beim lokalen Mietwagenverleih geschossen und kam mit einem VW Polo um die Ecke. Juchu, endlich ein fahrbarer Untersatz! Es machte doch vieles einfacher, zum Beispiel Einkaufsorgien bei unserem Stammdiscounter. Lohnt sich auch auf Gran Canaria! Und das “Exploring” fiel natürlich auch leichter. Thomas entdeckte bei Google Maps einen Strand in der Nähe von Arinaga, dessen Name man mit “Ziegenbock” oder eben auch mit “Ar..hl.ch” übersetzen konnte. Das klang spannend, also hin da! … war dann gleich der erste Geländetest für den Polo, der natürlich absolut kein Walter war, sich aber doch ganz tapfer schlug. Allerdings gelang uns es nicht, die ungewöhnliche Namensgebung tiefer zu ergründen. Rau, zerklüftet und unter der Wasserlinie sehr belebt war es dort, ordentlich Brandung gab es auch – aber so wirklich “arschig” fanden wir es nicht. Vielleicht war ja ein leidtragender Schiffseigner Namensgeber.

Arinaga
Ein Mann und sein Auto …

Ein Auto und schon lag uns die Insel offen. Also machten wir uns auf nach Aguimes, das bereits etwas höher gelegen im bergigen Hinterland liegt. Und diese Stadt hat mich wirklich überrascht – so eine hübsche Altstadt! Wir schlenderten durch die kleinen Gässchen, warfen einen Blick in die Kirche und machten Quatsch mit den vielen Statuen. Zusätzlich war der Himmel so knallblau, dass alles auch nochmal extra strahlte. Perfekter Tag! Mitten in der Altstadt gönnten wir uns einen leckeren Cappucino und saßen einfach entspannt an dem großen Platz dort, bevor die Fahrt weiter hoch in die Berge, nach Temisas ging, ein winziger Ort, wo man beinahe schon die symbolischen Heuballen vor dem inneren Auge über die Straße rollen sah – wir sahen deutlich mehr Katzen als Menschen, aber auch wunderschöne blühende Bäume, und hatten zusätzlich Aussicht auf die Ebene von Arinaga.

Aguimes Altstadt
Männergespräche
Ein Kamel, ein Kamel!

Gran Canaria bietet aufgrund der vulkanischen Ursprungsgeschichte landschaftlich eine Menge Abwechslung – nach den vielen Tagen Strand, Sand, Felsen, Wellen & Meer ging es mit dem kleinen Polo für den nächsten Ortswechsel mitten über die Insel und durch die Berge! Das bedeutete enge Straßen, auf denen wir uns stetig nach oben schlängelten, immer mit so eine gewissen Unruhegefühl, ob denn a) der Gegenverkehr auch brav auf seiner Spur blieb und b) ob unsere Überholmanöver bei den wirklich zahlreichen Radfahrer, die sich die steilen Straßen hoch quälten (verrückte Menschen…) auch immer klappten. Dazu kamen tollste Ausblicke und malerische, kleine Orte hinter jeder Ecke.

Auf den gut ausgebauten kanarischen Autobahnen entlang an der Küste hätten wir die Strecke bis Sardina im Norden der Insel, wo unsere nächste Unterkunft gebucht war, in unter 2 Stunden geschafft. Über die Berge, mit Stopp an jedem “Mirador”, jedem Aussichtspunkt, dauerte das mal eben gute 6 Stunden! Dabei lernten wir einige Berge auch mit Vornamen kennen, zum Beispiel den Roque Nublo und den Roque Bentayga. Gekrönt wurde das Bild im Hintergrund vom Gipfel des Teide, der ja eigentlich eine Insel weiter, auf Teneriffa, ist! Großartige Sicht, perfekter Tag für diese Tour!
Als der höchste Punkt der Strecke hinter uns lag, konnten wir in weiter Ferne plötzlich eine große Stadt an der Küste sehen. War das etwa… das konnte doch nicht…? Doch, meine Damen und Herren, von da oben war sogar Las Palmas im Blick. Selbst „unseren“ Strand sah man ganz gut.

Da unten liegt Las Palmas

Für die Auswahl unseres nächsten Ziels war die airbnb-Unterkunft fast entscheidender als der Ort an sich! Thomas hatte nämlich einen wahren Palast dort in Angebot entdeckt und war ganz wild darauf, da mal ein paar Tage zu verbringen. Ich war erst skeptisch, da die Bude zwar echt riesig und schick war, aber halt nicht gemütlich (wie bei Orsolina zum Beispiel). Aber ausprobieren konnten wir das ja und den Effekt, damit in den Nordwesten der Insel zu kommen, fand ich schon ganz gut! GoogleMaps ließ uns beim Finden zwar etwas im Stich, aber is’ auch schwer, so irgendwo im Nirgendwo… drumherum war tatsächlich nicht so wirklich viel. Aber unsere Wohnung entschädigte für ganz schon viel, allein die riesige, moderne, knallrote (!) Küche mit allen Schikanen haute mich erstmal aus den Socken. Dazu kam das geräumige Wohnzimmer mit riesigem Fernseher und Spielekonsole, zwei stylische Badezimmer und drei Schlafzimmer mit insgesamt sechs Betten. Der so genannte „Master Bedroom“ mit King Size Bett und begehbarem Kleiderschrank war mir ein bisschen zu dolle und zu ungemütlich, weswegen wir uns im kleineren Schlazimmer häuslich einrichteten (…ich hab‘ dort geschlafen wie ein Baby…so gut!). Jo, natürlich viel zu groß für uns, die Bude, kostete aber dennoch nur 40 Öcken pro Nacht. AirBnB macht es möglich. Generell war es wirklich mal cool, so viel Platz zu haben!

Die riesige Küche und auch noch in meiner Lieblingsfarbe
Das ist das kleinere Schlafzimmer…

Von der Wohnung aus konnten wir gemütlich runter zu dem kleinen Strand und der Hafenmole von Sardina spazieren. Alles lag wunderschön malerisch eingebettet in hoch auffragenden Felsen und die kräftige Brandung tat ihr Übriges zur tollen Atmosphäre. Einfach da ein bisschen sitzen, dem Wellenrauschen lauschen, den Badenden zuzugucken und sich die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen, war megaentspannend nach der langen Autofahrt. Mit dem Auto sind wir dann die Küste hoch, zu einem nahegelegenen Leuchtturm und diversen Kartenpunkten, die spannend aussahen. Hmm, aber das gute GoogleMaps wusste manchmal auch nicht so genau, zu welchem Strandabschnitt man wie weit mit dem Auto hinkam, und was überhaupt wirklich ein Strand war! Auch nach Kletterpartien über Geröllwüsten war da manchmal zwar eine schöne Aussicht von der Felskante über das offene Meer, aber nicht der erwartete Strand. Dazu blies der Wind dolle die Küste und uns um die Ohren. Egal, war trotzdem tolles Exploring.

Sardina

Die Optik der Gegend um die nächstgrößere Stadt, Galdár, war echt extrem vom örtlichen Bananenanbau geprägt. Planenbedeckte Plantage an Plantage an Plantage – da waren regelrechte Labyrinthe, durch die wir da durchgecruist sind, ohne manchmal so richtig um die Ecke gucken zu können. Generell war der Norden der Insel deutlich grüner, eben die Gegend, wo das Obst und Gemüse herkommt. Nur sah man die Vegeatation oft vor lauter Planen und Plastik nicht mehr…

Ein weiteres Ziel für uns, von Sardina aus, war Agaete, wo die Fähren nach Teneriffa abfuhren. Spannend war hier, wie scheinbar zufällig platzierte Menschen uns auf irgendwelche, unter Garantie kostenpflichtige Parkplätze lotsen wollten – aber nada, nicht mit uns. Wir fanden mitten im Ort einen gratis Platz für unseren kleinen Polo, no worries, und stiefelten direkt zur langgestreckten Mole, um die einlaufende Fähre zu beobachten. Nach einem wiederum windigen Spaziergang zum anderen Ende der Mole, bei dem wir an jedem Sportgerät Halt gemacht haben, und ein bisschen Schaufensterbummel erfüllte Thomas mir einen echten Wunsch – wir gingen Paella essen! Schön serviert vom Kellner, mit allem Drum und Dran, und sooo lecker!

sdr

Die letzte Station für mich auf Gran Canaria musste aus Termingründen wieder im Süden sein und zu meiner großen Freude entschieden wir uns für Puerto de Mogàn, ein wirklich wunderhübscher Ort, den ich schon von früheren Besuchen auf dieser Insel kannte. Erneut nahmen wir uns gemütlich Zeit für die Fahrt über die Berge, auch wenn dieses Mal der Himmel grau und wolkenverhangen war. Trotzdem hielten wir wieder an jedem interessanten Punkt an und kletterten sogar den Berg ein Stück hinauf, um uns das bunte Vulkangestein näher anzugucken.

Die airBnb-Wohnung war ein krasser Gegensatz zum „Palast“ von Sardina – klein, ein bisschen rumpelig, sehr spanisch, aber trotzdem alles da, was wir brauchten. Und als i-Tüpfelchen konnten wir jeden Tag auf der großen Dachterrasse in der Sonne frühstücken. Ansonsten waren wir sowieso meist unterwegs in dem schnuckeligen Ort oder mit dem Auto.

Neben dem von mir ersehnten Tapas-Abend gehörte auch unsere Wanderung hoch zum Aussichtspunkt von Puerto de Mogàn zu meinen persönlichen Highlights unseres Aufenthalts dort. Da wir so ein bisschen unbekümmert losgestapft sind, ohne so genau zu wissen, wohin eigentlich, führte uns ein freundlicher Bauarbeiter auf den richtigen Weg, es ging ganz schön bergauf! Aber lohnte sich natürlich – von oben hatten wir einen wirklich grandiosen Blick über die ganze Bucht von Puerto de Mogàn, wo gerade der traditionelle Freitagsmarkt in vollem Gange war (der leider hauptsächlich Billigware und den üblichen Tourikram bot). Zusätzlich konnten wir beobachten, wie das gelbe U-Boot im Hafen ablegte, um dann *blubbblubbblubb* vor der Hafenmauer abzutauchen. Ein Begleitboot sicherte das Manöver von oben ab.

Besonders in Erinnerung blieb mir ein Abend, an dem wir uns den Sonnenuntergang ansehen wollten. Neben dem Strand gab es einen kleinen Platz, an dem große Findlinge zum Wasser aufgetürmt waren, da wollten wir uns hinsetzen. Aber da saßen schon welche, und zwar jede Menge schwarze Fellnasen! Für mich natürlich himmlisch – erstmal streicheln 🙂 Irgendwann kam auch eine Lady, die Futter unters Katzenvolk brachte. Deswegen warteten die also dort so geduldig… Dann also ein Sonnenuntergang zusammen zehn Katzen!

Da Thomas den Polo erst abgeben wollte, nachdem er mich zum Flughafen gebracht hatte, waren wir nicht an Puerto de Mogàn gebunden, sondern konnten auch mal eben rüber nach Maspalomas düsen, über die schicke Autobahn. Unser Ziel: Die berühmten Dünen! Die wollte ich Thomas unbedingt zeigen. Zum Glück fanden wir sogar einen Parkplatz in der Nähe und mussten gar nicht weit laufen, da lagen sie auch schon vor uns. Sanddüne hinter Sanddüne, bis zum Horizont. Wirklich beeindruckend! Barfuss liefen wir los, machten Fotos, liefen die Dünen rauf und runter (was anstrengender ist, als man so denkt) und saßen im warmen Sand. Ich bin dann sogar eine Düne runtergerutscht und hatte noch Wochen später Sand in den Hosentaschen … Hinter den Dünen kam dann auch irgendwann wieder Wasser, wo ich einen weitere Versuch startete, endlich mal ein totaaal natürliches Hüpffoto vor dem Meer von mir zu bekommen. Aber auch das ist nicht so einfach, wie es aussieht – entspannt hoch genug hüpfen und dabei noch fröhlich in die Kamera grinsen? Nicht ohne!

Neu im Angebot: Fliegender Thomas

Tja, aber schneller als mir lieb war, kam mal wieder der Abschiedstag – ich musste zurück ins kalte Deutschland, an den Schreibtisch. Seufz, hilft ja nix. Abschied nehmen ist nie schön und ich muss ja auch immer ein Tränchen verdrücken. Oder zwei. Aber die nächste Reise kommt bestimmt und davor steht noch ein gemeinsamer Sommer im schönen Hamburg an.

Ich freu‘ mich drauf.

3 Kommentare zu “Kein Plan? Kein Problem!

  1. Mutti

    Eine große Freude deinen Bericht zu lesen und die tollen Fotos zu sehen!
    Macht natürlich auch Spaß weil man die Ortschaften kennt und somit richtig „mitreisen“ kann.

    1. spookykcs Autor des Beitrags

      Hei Mutti,

      das freut mich, dass du Spaß hattest. Ich habe sehr lange an diesem Bericht gebastelt und fürchte, er ist nicht aus einem Guß wie früherer Berichte hier, aber hurra, ich bin endlich fertig geworden 🙂 Und die Erinnerung ist verewigt!

  2. Georg Valentin Schmeding

    Hallo Ihr beiden „Winter-Flüchtlinge“,

    Na, das ist ja wieder ein knackiger Fotobericht, nicht nur nett anzusehen, sondern auch sehr spannend zu lesen!

    Kristin, wenn Du mal deinen derzeitigen, durchaus interessanten Job „hin schmeißen“müsstet, würde ich spontan für „Reisebericht“-Journalistin plädieren, damit könntest Du dich auch gut „über Wasser“ halten – und ein bisschen mehr als das!

    Jetzt freuen wir uns umso mehr, (trotz „Flugscham“) im November wieder drei Wochen G.C. gebucht zu haben und sind gespannt ob BER wirklich ab 01.11.2020 in Betrieb geht, denn wir sind für 08.Nov ab TXL gebucht. Mal abwarten, wie sich das entwickelt.

    Dein G.C.-Bericht Kristin, hat uns richtig Freude gemacht.
    Mutti und ich sind stolz darauf, ein bisschen Anteil an Deiner und sicher auch Thomas Liebe zu diesem „Mikrokontinent“ zu haben.

    Sei herzlich gegrüßt von deinem alten Vater

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